Ich habe es geschaft! Am Sonntag bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Es war beeindruckend:
Schon um 7:00 holte ich Sven zuhause ab und gemeinsam fuhren wir auf den Wasen, um gegen 9Uhr unseren ersten Halbmarathon zu laufen. Die 1,5h Wartezeit bis zum Start vergingen wie im Flug. Nur das einordnen in unseren Starterblock wollte nicht funktionieren, es war kein Durchkommen durch die Menschenmassen. Wir waren am Ende noch froh rechzeitig auf der Strecke zu sein und so starteten wir einen Block früher. Endlich gestartet stellte ich fest das ich mit meinem Tempo hier zu den langsamen zählt, Sven wollte dem Tempo der anderen folgen und so ließ ich ihn schon nach wenigen Minuten ziehen. Nach 5Km kam die erste Trinkstelle und wie bisher gewohnt steuert ich sie an. Jetzt wurde mir einer der Unterschiede zu meinen bishergen Läufen bewusst: Es kommen mehr Läufer auf einmal zur Tränke. Was leider einen Stau und leicht kaotische Zustände zur Folge hatte, da sich die meisten Läufer auf den ersten Tisch konzentrierten. Auch ich sah die vier anderen Tische erst nachdem ich mein Wasser schon hatte und ärgerte mich darüber ein wenig. Aber egal, aus Schaden wird man klug und auf dem Rest der Strecke steuerte ich die deutlich leereren hinteren Tische an. Mitlerweile war ich durch Bad Cannstadt, angefeuert von zahllosen Zuschauern, gelaufen und lief weiter Richtung Mühlhausen. Ohne nennenswerte Zwischenfälle erreicht ich die 10Km Marke bei etwas über einer Stunde laufzeit. Ich war mit dem bisherigen Rennverlauf zufrieden und hatte mich so richtig eingegrooft. Deshalb begann ich auf den kommenden Kiliometer mein Tempo zu steigern. Dadurch holte ich ein paar Kilometer später Sven und seine Truppe wieder ein.
So langsamm fragte ich mich wo mein Fan-Club abgeblieben war, eigentlich wollten sie mich schon auf dem Weg nach Mühlhausen anfeuern. Da sah ich in der Ferne eine Shell-Tankstelle und erinnerte mich das mein Bruder gestern eine Tankstelle erwähnte. Und tatsächlich da war die ganze Bande, sogar meine Mutter war dabei. Sie machten krach für zehn und feuerten mich an. Leider dauerte die Begenug nur einen Moment und so konzentriert ich mich jetzt auf die letzten 5Km.
Was hatte Dieter Baumann vor dem Start gesagt:” Die ersten zehn Tempo, dann 5 erholen und die letzten 5 volle Pulle”. Naja soweit zur Theorie, mein Puls war schon ziemlich hoch und ganz frisch war ich auch nicht mehr also dachte ich mir die letzten 2-3 Kilometer reichen auch noch. Als ich dann Kilometer 18 erreichte merkte ich wie mir die Beine immer mehr schmerzten und ich die Kraft für einen Schlußspurt nicht mehr hatte. Also konzentrierte ich mich aufs ankommen, denn nichts währe ärgelicher wie kurz vor dem Ziel aufgeben zu müssen. Je näher ich dem Stadion kam umso schwerer viel mir jeder Schritt. “Nicht aufgeben”, dachte ich, “nur nicht aufgeben. Halt durch, gleich habens wir.” Dann bog ich auf die Mercedesstrasse ein und wurde vom Applaus und den Anfeuerungsrufen des Publikums den Rest des Weges in das Stadion getragen. Im Stadion schafte ich noch einen kleinen Schlußspurt über die Zielliene und die Uhr blieb bei 2:10:33 stehen. Vielleicht keine Traumzeit aber für eine ehemalige Couchpotato eine beachtliche Steigerung.
Die Strecke aus der Vogelperspektive
mit Versorgungsstationen als PDF
| Platz | Startnummer | Platz Altersgr. | Name (Altersgruppe) | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 5837 | H11566 | (753) | Damaschke, Ralf (M30) | 02:10:33 |
| 6910 | H13588 | (1422) | Berger, Sven (M35) | 2:23:41 |






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