Hitzeschlacht, ist wahrscheinlich das richtige Wort um den diesjährigen Stuttgarter-Zeitungs Halbmarathon zu beschreiben. Ich habe jetzt zum dritten mal an diesem Wettkampf teilgenommen, aber so heiß wie dieses Jahr war es noch nie. Zur Hitze kam noch eine neue Streckenführung durch die Stuttgarter Innenstadt dazu, bei der man nicht wusste wie man sich seine Kräfte einteilen sollte. Unter diesen Voraussetzungen war uns klar das es keine Bestzeit geben würde und die Devise war “so schnell wie möglich, aber lieber sicher ankommen”. Leider gab es wie im Letzten Jahr wieder eine halbstündige Startverzögerung, so dass es 9:30 als wir endlich auf die neue Strecke durften. Die ersten Kilometer bis in die Innenstadt waren wie erwartet eine Qual, in den Häuserschluchten war es dann aber zum Glück schattig und eine leichte Brise kam auf. Auf einmal schien wieder alles möglich. Fast leichtfüßig ging es an den Sehenswürdigkeiten Stuttgarts (Bahnhof, Schlossplatz, Rathaus, Altes Schloss) vorbei, wieder Richtung Cannstatt, hinauf zum SWR. Jetzt ging es Rechts hoch an der Villa Berg vorbei. Der geneigte Leser wird die Worte “hinauf” und “hoch” bemerkt haben, ja in der neuen Strecke gab es einen Anstieg, der sich für Stuttgarter Verhältnisse in Grenzen hielt. Danach ging es auch schon wieder bergab am Gaskessel vorbei Richtung Wangen. Und hier war sie dann, die Hölle auf Erden. Die Sonne brannte auf uns runter, kein Schatten und immer noch über 8Km bis zum Ziel. Die Schritte vielen mir immer schwerer und ich spielte mit dem Gedanken einfach stehen zu bleiben. Um das zu verhindern sucht ich mir einen Pacemaker und fand auch schnell eine Frau die etwas schneller wie ich unterwegs war. Ich hängte mich an sie ran und ließ mich die nächsten Kilometer von ihrem Tempo mitziehen. Beim nächsten Getränkestand verlor ich sie leider aus den Augen und so bemühte ich mich wieder alleine gegen die Müdigkeit zu kämpfen. Ab Kilometer 17 waren die Ambitionen auf eine gute Zeit verflogen und die neue Devise war “Ankommen ist alles”. Zudem fiel mir auf das die Sanitäter an der Strecke diese Jahr alle Hände voll zu tun hatten und ich wollte mich ganz sicher nicht dazu gesellen. Ich war froh als ich endlich auf die Mercedesstrasse einbog und das Stadion in Sicht kam. Die Ziellinie im Stadion überquerte ich nach 2:11:14 und war völlig ausgelaugt. Eine neue negative Bestzeit, aber unter diesen Umständen war nicht mehr drin.
Diese Jahr mal kein Zielbild dafür aber die Aufzeichnungen meiner Pulsuhr. Man sieht sehr schön das bis Kilometer 15 (die ersten 3. Runden) die Zeiten recht konstant bei 6 min/Km waren bevor sie dann absackten. Aber nicht verzagen im September schaffe ich hoffentlich diese Jahr in Ulm zu laufen.






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