In den Wochen vor dem Lauf habe ich gemerkt, dass meine Form gar nicht so schlecht war wie gedacht und dann kam noch ein guter Wetterbericht dazu. Läuferwetter am Stuttgarter Zeitungslauf, will meinen: trocken, bewölkt und nicht über 20°C! Ein Umstand den man sich nicht entgehen lassen darf, denn die letzten drei Wettkämpfe in Stuttgart waren durch heises Wetter gekennzeichnet. Also habe ich das Ziel geändert und die Jagd auf eine neue persönliche Bestzeit in Stuttgart eröffnet. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich meine Zeit aus Ulm unterbieten könnte, aber zumindest in ihre Nähe wollte ich kommen. So habe ich mich also hinter den 1:55-Vorläufer einsortiert und wollte nach ein paar Kilometer entscheiden ob ich das Tempo halten kann oder ob es doch zu schnell ist.
Was soll ich sagen, das Tempo war mir eigentlich zu schnell, besonders für den Anfang, ich mag es eigentlich zuerst etwas langsamer und geb dann am Schluss richtig Gas. Nun ja aber der Ehrgeiz! Ich blieb also hinter dem Läufer und bin über 10 Km sein Tempo gelaufen, wobei das ziemlich anstrengend war. Man läuft sehr unregelmäßig, wenn man jemanden in diesen Massen folgen will, immer wieder drängen sich andere Läufer dazwischen oder man kann beim Überholen nicht die gleichen Lücken nutzen wie der Führungsläufer. Um dann nicht einen zu großen Abstand zu bekommen muß man immer mal wieder einen kleinen Zwischensprint einlegen um wieder aufzuschließen und das kostet wertvolle Kraft. Auf dem Weg zurück nach Bad Cannstatt habe ich dann mich dazu entschlossen, die nächste Verpflegungstelle auszulassen und so einen kleinen Vorsprung zu erhalten um dann mit einem gleichmäßigerem Tempo den Lauf fortzusetzen. Bis zu diesem Punkt war die Strecke ähnlich wie letztes Jahr, jetzt kam aber der neue Teil, raus nach Münster und wieder zurück nach Bad Cannstatt. Er gefiel mir deutlich besser wie die “Hölle von Wangen”, wobei es dieses Jahr auch nicht so heiß war. Losgelöst von meinem Führungsläufer konnte ich deutlich gleichmäßiger mit höherem Tempo laufen und befand mich schon fast auf einem 1:50 Kurs. Ab Kilometer 18 merkte ich dann, daß das eigentlich zu hohe Tempo jetzt seinen Tribut forderte. Meine linke Wade begann zu krampfen und zog dabei meinen Fuß zu einer Kralle zusammen, ich reduzierte mein Tempo und versuchte so zu laufen, dass ich das Tempo bis ins Ziel halten konnte, aber auch nicht so langsam, dass mich der Führungsläufer wieder einholte. Das ging bis Kilometer 20 ganz gut. Dann begann ich immer mehr abzubauen. Ich muss nicht gerade gut ausgesehen haben, da mich sogar ein anderer Läufer fragte, ob alles okay wäre. Nun ja, ich hatte immer mehr Krämpfe die Lunge brannte und ich wollt eigentlich nur noch liegen aber ich war kurz vor dem Ziel. Also hab ich mir eine Durchhalteparole nach der anderen in den Kopf gehämmert und gehofft, dass ich bald im Zeil ankomme. Im Kreisverkehr vor der Zielgeraden wurden dann die Krämpfe immer schlimmer, so dass ich immer langsamer wurde und von einem nach dem anderen überholt wurde. Der Anblick des Zielbogens gab mir dann doch noch einen kleinen Push, so daß ich die Krämpfe vergessen konnte und mein Tempo wieder etwas forcierte. Es war kein Endspurt ich wurde noch immer von den meisten überholt, aber es war wenigstens etwas was man laufen nennen konnte. Leider schnappte die große Uhr am Ziel, 3m bevor ich die Ziellinie überquert, auf 2h um, aber ein blick auf meine Uhr zeigte, das ich es geschafft hatte 1:53:45 für 21,1Km meine neue persönliche Bestmarke. Lobend erwähnen möchte ich die Organisation des Stuttgart-Laufes, pünktlicher Start, gute Verpflegung, reibungsloser Ablauf. Es gibt sicher einige Punkte die man verbessern kann (z.B hätte ich gern mehr Isotonische-Getränke während des Laufes) aber nichts was das Erlebnis wirklich getrübt hätte. Also bis zum nächsten Jahr mit hoffentlich dem selben Wetter










Hallo Ralf,
Glückwunsch zu deiner Zeit, hoffe du bist damit zufrieden, ich kann es nicht beurteilen, hätte dazwischen bestimmt ein Päuschen von einer Stunde machen müssen.
Gruß
Martoo
Hallo Martin,
. Ich bin sehr zufrieden, mehr wahr definitiv an diesem Tag nicht drin (mir tun heute noch die Beine weh).
vielen Dank für die Blumen
Zum beurteilen kann man, denk ich, das Verhältnis betrachten: Platz 3620 von 6052 also durchschnitt.
lg
Ralf
Hallo, weiter so .danke für die bilder vom 20. klassentreff.
Gruss Harry Kurfess